Virenangriff auf die Leber

Hepatitis: Risiken erkennen, wirksam vorbeugen

Hepatitis bezeichnet eine Entzündung der Leber, meist verursacht durch Viren. Die Erreger werden je nach Typ über verunreinigte Lebensmittel, Wasser, Blut oder sexuelle Kontakte übertragen. Während manche Formen folgenlos ausheilen, können andere chronisch verlaufen und schwere Leberschäden bis hin zu Leberkrebs verursachen.

Hepatitis_ Risiken erkennen, wirksam vorbeugen

Hepatitis A und E: Risiko auf Reisen

Hepatitis A und E werden häufig über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Besonders in beliebten Reiseländern in Afrika, Asien oder Südamerika ist das Risiko erhöht. Typische Ansteckungsquellen sind ungekochtes Essen, Salate, Muscheln, Eiswürfel oder Leitungswasser.

Für Reisende gilt deshalb die einfache Regel:
Peel it, boil it or forget it! – schäle es, koche es oder vergiss es!

Hepatitis A verursacht oft Müdigkeit, Fieber, Übelkeit und gelegentlich Gelbsucht. Die Erkrankung heilt meist vollständig aus, belastet den Körper jedoch erheblich.

Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A ist gut verträglich und bietet zuverlässigen Schutz – idealerweise einige Wochen vor Reisebeginn. Auch kurzfristig vor einer Reise kann eine Impfung sinnvoll sein. » Wir beraten Sie gerne!

Hepatitis B: besonders ansteckend

Hepatitis B wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch Kontakt mit infiziertem Blut. Die Erkrankung kann chronisch werden und das Risiko für Leberzirrhose oder Leberkrebs deutlich erhöhen.

Die gute Nachricht: Auch gegen Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung. Sie gehört heute zu den empfohlenen Standardimpfungen und kann bei Bedarf mit der Hepatitis-A-Impfung kombiniert werden.

Hepatitis C: oft lange unbemerkt

Hepatitis C wird hauptsächlich über Blut übertragen, etwa durch verunreinigte Spritzen oder früher durch Bluttransfusionen. Die Infektion verläuft häufig zunächst symptomarm, kann aber langfristig schwere Leberschäden verursachen. Eine Schutzimpfung gibt es bislang nicht.

Moderne Behandlungen

Chronische Hepatitis-Erkrankungen können heute deutlich besser behandelt werden als noch vor einigen Jahren. Lange Zeit kamen vor allem sogenannte Interferone zum Einsatz. Diese natürlichen Botenstoffe unterstützen das Immunsystem dabei, virusbefallene Zellen zu bekämpfen und die Ausbreitung der Viren zu hemmen. Allerdings verursachte die Therapie häufig grippeähnliche Nebenwirkungen wie Fieber, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen.

Heute stehen – insbesondere bei Hepatitis C – modernere Medikamente zur Verfügung, die gezielt gegen die Viren wirken und deutlich besser verträglich sind. Dadurch haben sich die Heilungschancen in den vergangenen Jahren erheblich verbessert.

Vorbeugung ist der beste Schutz


Neben hygienischen Vorsichtsmaßnahmen spielen Impfungen eine wichtige Rolle beim Schutz vor Hepatitis. Besonders vor Fernreisen oder bei erhöhtem beruflichem Risiko lohnt sich eine individuelle Beratung.

Wir Sie gerne mit persönlicher Impf- und Reiseberatung – von empfohlenen Reiseimpfungen bis zur Zusammenstellung Ihrer individuellen Reiseapotheke.

Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Medikamente und Behandlungen sollten nur nach fachlicher Rücksprache angewendet werden.

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